Bitcoin, die neue Konkurrenz zum Euro PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 19:22 Uhr

Bitcoins sind eine elektronische Währung, die es schon seit etwa zwei Jahren gibt, jedoch neuerdings immer populärer wird.

Das besondere an dieser Form der Währung ist zum einen, dass sie dezentral ist. Es gibt also keine zentrale Instanz, welche Geldfluss oder Geldschöpfung kontrolliert. Dies wird alleine durch das Programm bestimmt, welcher jeder Besitzer von Bitcoins hat. Mit diesem Programm ist jeder zugleich Teilnehmer an einem riesigen, sogenannten “peer-to-peer” Netzwerk. Die Teilnehmer wachen zusammen darüber, dass die eingebauten Regeln eingehalten werden.

Das Programm wird von einer Gruppe von Programmieren als Open-Source Software entwickelt. Von daher ist die Funktionsweise von Bitcoin völlig transparent.

Das System funktioniert als Buchungssystem bei dem jeder Teilnehmer alle jemals getätigten Buchungen bei sich speichert. Dadurch werden keine Bitcoins doppelt ausgegeben. Die Anonymität wird dadurch gewahrt, dass jeder Teilnehmer beliebige viele zufällige Zahlensequenzen als Pseudonyme verwenden kann.

Bitcoin-Überweisungen finden über das Internet statt und dauern etwa 10 Minuten. Die Bitcoins werden in einer lokalen Datei im Rechner gespeichert. Somit hat sonst niemand anders als der Besitzer des Rechners Zugriff auf das Geld.

Die Anzahl von Bitcoins ist von vorneherein begrenzt. Es gibt daher keine Inflation. Im Gegenteil ist sogar eine starke Deflation von Anfang an eingeplant. Viele Nachkommastellen im Programm machen es jedoch auch in Zukunft möglich, kleinste Bruchteile von Bitcoins zu verwenden.

Dieses zusammen bedeutet, dass Bitcoins die besten Eigenschaften von Bargeld, Edelmetallen und elektronischem Geld vereint.

Auf verschiedenen Handelsplätzen im Internet können Bitcoins gegen Euro oder Dollar umgetauscht werden. Momentan steigt der Wert von Bitcoins sehr rasant. Er wird zur Zeit vor allem als Wertspeicher genutzt.

Weitere Infos unter:
http://go-bitcoin.com/
http://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin
http://www.bitcoin.org/

Regionalgelder wie der Pauer haben ja bekanntlich begrenzte Eigenschaften, die sie für den überregionalen Handel, Wertspeicher, oder Transaktionen von großen Werten ungeeignet machen. Dies ist auch mit Absicht so. Dadurch aber konnten sie bisher immer nur als Komplementärwährung zusammen mit der jeweiligen Landeswährung, wie zum Beispiel dem Euro, funktionieren. Mit Bitcoins gibt es nun eine Alternative hierzu.

Bitcoins dagegen sind ungeeignet für die kleinen Einkäufe im Geschäft. Zusammen ergänzen sich beide Währungen jedoch sehr gut.

Bitcoins könnten daher mit Regionalgeldern zusammen als zukünftiges, weltweites Währungssystem ohne die zentral kontrollierten Währungen wie Euro oder Dollar fungieren.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. September 2011 um 07:35 Uhr
 

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